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  1. Aktuelles aus dem CJD
  2. Azubis gründen fiktives Unternehmen: „Brain-Storm“ verbindet Kreativität mit Wirtschaftswissen

Azubis gründen fiktives Unternehmen

Von der Idee bis zum fertigen Produkt

Wie entsteht eigentlich ein Unternehmen? Genau dieser Frage gingen Auszubildende aus dem Bürobereich des CJD im Rahmen eines praxisnahen Projektes nach. Dabei entwickelten sie nicht nur eine eigene Geschäftsidee, sondern simulierten den kompletten Ablauf einer Unternehmensgründung – von der ersten Idee über Produktentwicklung und Marketing bis hin zur Preiskalkulation und Vertriebsstrategie.

Entstanden ist dabei „Brain-Storm“, eine innovative Snackmarke rund um das Thema „Brainfood“. Ziel des Projektes war es, gesunde Snacks zu entwickeln, die Konzentration und Leistungsfähigkeit fördern und gleichzeitig alltagstauglich sind.

Gesunde Snacks für mehr Konzentration

Die Produktidee basiert auf sogenannten „Brainfoods“ – Lebensmitteln mit wichtigen Nährstoffen wie Omega-3-Fettsäuren, Vitaminen und Antioxidantien, die sich positiv auf die Gehirnfunktion auswirken können. Zum Sortiment gehören Studentenfutter („Mind-Mix“), Energieriegel („Denk-Bar“), Smoothies („Focus-Flow“) sowie die eigens entwickelten „Power Orbs“. Diese bestehen unter anderem aus Nüssen, Trockenfrüchten, Haferflocken und Schokolade und sollen eine gesunde Alternative zu herkömmlichen Snacks bieten.

Die Auszubildenden beschäftigten sich dabei nicht nur mit den Vorteilen der Produkte, sondern auch kritisch mit möglichen Nachteilen wie dem hohen Kaloriengehalt von Nüssen oder Allergierisiken.

Marktanalyse, Werbung und Kalkulation

Zum Projekt gehörte auch die wirtschaftliche Planung. Die Auszubildenden analysierten Zielgruppen, führten Umfragen durch und entwickelten ein Vertriebskonzept für Supermärkte und Drogerien. Auch Werbemaßnahmen wurden geplant, unter anderem mit Plakatwerbung. Besonders intensiv arbeiteten die jungen Erwachsenen an der Kalkulation ihrer Produkte. Einkaufspreise, Herstellungskosten, Gewinnmargen und Verkaufspreise wurden eigenständig berechnet. Die Gruppe entschied sich zudem beispielhaft für die Rechtsform einer Unternehmergesellschaft (UG). 

Lernen fürs echte Berufsleben

Das Projekt vermittelte den Auszubildenden wichtige Fähigkeiten für den späteren Berufsalltag. Teamarbeit, Organisation, wirtschaftliches Denken und kreatives Arbeiten standen dabei im Mittelpunkt. „Es ist enorm wichtig, dass unsere Auszubildenden einmal den kompletten Ablauf einer Unternehmensgründung selbst durchspielen“, erklärt Ausbilder Patrik Kohlhoff. „Viele Inhalte aus dem Unterricht werden dadurch greifbar. Die jungen Menschen erleben ganz praktisch, wie viel Planung, Verantwortung und wirtschaftliches Denken hinter einer Geschäftsidee steckt. Genau diese Erfahrungen stärken Kompetenzen, die später im Berufsleben entscheidend sind.“

Auch die Auszubildenden selbst ziehen ein positives Fazit. „Am spannendsten war für mich, dass wir wirklich alles selbst entwickeln konnten, von der Idee bis zur Preisberechnung“, so ein Projektteilnehmer. „Man merkt erst dabei, wie viel Arbeit hinter einem Produkt steckt. Gleichzeitig hat es Spaß gemacht, kreativ zu sein und gemeinsam im Team Lösungen zu finden.“ Das Projekt zeigt deutlich, wie praxisnah moderne Ausbildung heute gestaltet werden kann – und wie wichtig es ist, theoretisches Wissen direkt anzuwenden.

Die Projektgruppe und ihr Ausbilder