Gemeinsam über sich hinausgewachsen: Silber für das CJD Homburg
Mit einer Silbermedaille im 5-gegen-5-Basketball und unzähligen bewegenden Erinnerungen kehrte die Mannschaft des CJD Homburg von den Special Olympics Nationalen Spielen Saarland 2026 zurück. Für die Athleten Cedric, Felipe, Jian, Max, Fabian, Franziska, Jeanette, Sascha und Kenan war die Teilnahme am größten inklusiven Sportereignis Deutschlands weit mehr als ein sportlicher Wettbewerb. Es war eine Woche voller Emotionen, Gemeinschaft und persönlicher Erfolgserlebnisse.
Vom 15. bis 20. Juni verwandelte sich das Saarland in eine große Bühne für Inklusion und sportliche Höchstleistungen. Mehr als 4.000 Athletinnen und Athleten aus ganz Deutschland traten in über 20 Sportarten gegeneinander an. Mittendrin die Basketballmannschaft des CJD Homburg, die sich nach fünf intensiven Wettkampftagen über die Silbermedaille freuen durfte.
Vom Anfängerteam zum Medaillengewinner
Die Geschichte dieses Erfolges begann bereits viele Monate vor den Spielen. Noch vor wenigen Wochen hatten viele der Spieler kaum Erfahrungen mit Basketball. Durch regelmäßiges Training, großen Einsatz und den unermüdlichen Einsatz ihres Trainers Sascha Wons entwickelte sich die Mannschaft Schritt für Schritt zu einem eingeschworenen Team. Jeden Freitag kam Wons von Saarlouis nach Homburg, um mit den Athleten zu trainieren, sie zu motivieren und auch in schwierigen Momenten zu begleiten. „Früher habe ich Mannschaften aus dem Leistungssport trainiert. Heute bin und bleibe ich im Breitensport, denn hier spielt das reale Leben. Hier erlebt man Hoffnung und ehrliche Begeisterung, wenn sich das Plagen gelohnt hat. Für mich ist das auch ein Stück Nachhaltigkeit“, beschreibt Wons seine Motivation. Der Lohn für die monatelange Arbeit folgte auf dem Spielfeld. Von Montag bis Freitag absolvierte die Mannschaft täglich Spiele und zusätzliche Trainingseinheiten. Dabei wuchsen die Spieler immer wieder über sich hinaus.
Besondere Momente, die bleiben
Die Ehrung der erfolgreichen Mannschaft erfolgte am Samstag im Rahmen der Siegerehrung durch den saarländischen Innen- und Sportminister Jost. Doch die Medaille allein beschreibt nicht, was die Teilnehmenden während dieser Woche erlebt haben. Bereits die große Eröffnungsfeier im Ludwigsparkstadion sorgte für Gänsehautmomente. Tausende Athletinnen und Athleten zogen gemeinsam ein und feierten ein sichtbares Zeichen für Inklusion, Respekt und gesellschaftliche Teilhabe. Die Begeisterung auf den Rängen und die besondere Stimmung machten deutlich, dass bei den Special Olympics jeder Einzelne dazugehört. Auch die Abschlussfeier wurde zu einem emotionalen Höhepunkt. Neue Freundschaften waren entstanden, gemeinsame Erlebnisse wurden gefeiert und viele Teilnehmende blickten stolz auf das Erreichte zurück. Im Rahmen der Special Olympics wagte die Stadt Homburg auch einen Versuch, mit 10 000 zu einem Labyrinth aufgebauten Kisten, einen Eintrag in das Guiness Buch der Rekorde zu bekommen. Das CJD Homburg war auch hier dabei. Genauso wie Maciej Nikolaus, der die Freiwillige Ganztagsschule besucht und beim 1500 m Lauf in der Leichtathletik den dritten Platz und damit die Bronzemedaille gewann.
Keine Verlierer bei den Special Olympics
Für die Verantwortlichen des CJD Homburg stand von Anfang an nicht allein das sportliche Ergebnis im Mittelpunkt. „Solche Emotionen im Sport erlebt man im Normalfall nur sehr selten. Unsere Spieler sind über sich hinausgewachsen und haben alles gegeben. Das schweißt zusammen und stärkt das Selbstbewusstsein jedes Einzelnen“, betonen Fabian Nimsgern und Franziska Hauzel. Genau darin liege der besondere Geist der Special Olympics. Zwar werde um Medaillen gekämpft, doch am Ende stünden Gemeinschaft, Fairness und gegenseitige Wertschätzung im Vordergrund. „Es gibt keine Verlierer, denn bereits die Teilnahme ist ein Erfolg“.
Das gesamte CJD Homburg gratuliert der Mannschaft sowie ihrem Trainer Sascha Wons zu dieser herausragenden Leistung und einer Woche voller unvergesslicher Momente.