Das KUZ
Das Kundenzentrum (KUZ) des CJD Homburg ist erste Anlaufstelle für Kostenträger, Interessierte, Eltern und Schulen. Drei Mitarbeiterinnen sorgen dafür, dass Aufnahme, Ausbildung und zahlreiche weitere Abläufe funktionieren. Neue Angebotsleiterin ist Nadja Brockmeyer.
Wenn junge Menschen zum ersten Mal ins CJD Homburg kommen, wissen sie oft noch nicht genau, wohin ihr beruflicher Weg führen soll. Welche berufliche Maßnahme könnte zu mir passen? Welche Unterstützung brauche ich? Und wie funktioniert überhaupt der Weg ins Berufsbildungswerk? Eine der ersten Antworten auf diese Fragen gibt das Kundenzentrum, kurz KUZ.
Hier laufen viele Fäden zusammen. Das Kundenzentrum informiert, berät, organisiert und koordiniert. Es ist Ansprechpartner für Interessierte und Eltern, steht im Austausch mit der Agentur für Arbeit und anderen Kostenträgern und begleitet das Aufnahmeverfahren. Seit kurzem liegt die Leitung des Bereichs bei Nadja Brockmeyer, die gleichzeitig die Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen (BvB) leitet. „Wir sind oft der erste Kontakt, den Menschen mit dem CJD haben. Deshalb ist es wichtig, dass wir gut informieren, zuhören und gemeinsam schauen, welcher Weg für den Einzelnen der Richtige sein kann“, sagt Brockmeyer.
Ein Tag im CJD bevor die Entscheidung fällt
Eine besondere Möglichkeit, das CJD kennenzulernen, bieten die Informationstage. Zweimal im Monat können Interessierte das CJD, die Ausbildungsbereiche und das Internat kennenlernen. Zusätzlich sind individuelle Führungen möglich. Auch das kurze Video „Dein Weg zu uns“ zeigt, wie der Weg zu einer Ausbildung im CJD funktioniert.
Für Förderschulen bietet das CJD seit rund 15 Jahren den Schülerinnen und Schüler einen Tag lang Berufsbildungswerk-Luft zu schnuppern. Sie besuchen verschiedene Ausbildungsbereiche, lernen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennen und bekommen einen Eindruck davon, wie der Alltag im CJD aussieht. Organisiert werden die Schnuppertage von Rebecca Müller.
Kostenträger entscheiden, wer die Ausbildung im CJD absolvieren kann
Dabei gibt es einen wichtigen Unterschied zu einer gewöhnlichen Bewerbung um einen Ausbildungsplatz: Der Weg ins Berufsbildungswerk ist an bestimmte Voraussetzungen und Verfahren gebunden. Ob jemand aufgenommen wird, entscheiden die zuständigen Kostenträger, beispielsweise die Agentur für Arbeit oder die Jugendämter. Das Kundenzentrum begleitet diesen Prozess eng.
450 Menschen im Blick
Die Arbeit des KUZ endet nicht mit der Aufnahme. Im Gegenteil: Während der gesamten Maßnahme ist das Kundenzentrum eine wichtige Schnittstelle. Verträge werden erstellt, Verwaltungsabläufe organisiert und Kontakte zu Kostenträgern gepflegt. Rund 450 Teilnehmende pro Jahr hat das Team dabei im Blick. Dazu gehören Auszubildende ebenso wie junge Menschen aus der Jugendhilfe
Viel Arbeit im Hintergrund
Damit verbunden ist auch viel Arbeit im Hintergrund. Zahlen und Entwicklungen werden erfasst, Statistiken erstellt und Ergebnisse der Maßnahmen ausgewertet. Diese Daten werden unter anderem für die Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke benötigt. Auch der weitere Weg der Teilnehmenden nach ihrer Maßnahme im CJD wird dokumentiert. „Wir behalten den Überblick. Das CJD ist groß und hat viele unterschiedliche Bereiche. Damit die Zusammenarbeit funktioniert, laufen die Informationen bei uns zusammen und wir müssen wissen, was gerade passiert“, so Nadja Brockmeyer.
Drei Mitarbeiterinnen, eine zentrale Aufgabe
Im Kundenzentrum arbeiten Rebecca Müller, Christine Will und Chiara Siebenpfeiffer. Ihre Aufgaben sind vielfältig. So organisiert Rebecca Müller beispielsweise die Schnuppertage und kümmert sich zusätzlich um die Administration der internen Fortbildungen im medizinischen und psychologischen Dienst. Chiara Siebenpfeiffer koordiniert Veranstaltungen und übernimmt deren Organisation. Christine Will ist zuständig für die Belegungsstatistiken, die wöchentlich zur Verfügung gestellt werden.
Enges Netzwerk aus Beratung, Verwaltung, Ausbildung, Sozial- und Reha-Arbeit
Eng verbunden mit dem Kundenzentrum sind außerdem die Case-Manager Gemeinsam wird die Arbeit des Reha-Teams begleitet und gesteuert. das Case-Management betreut die Teilnehmenden während ihrer Zeit im CJD. So entsteht ein enges Netzwerk aus Beratung, Verwaltung, Ausbildung, Sozial- und Reha-Arbeit. Das Kundenzentrum ist dabei eine zentrale Schnittstelle.
Und genau das macht seine Arbeit aus: Vieles, was dort geschieht, sieht man im Alltag nicht sofort. Doch wenn Aufnahmeverfahren funktionieren, Informationen ankommen, Kostenträger eingebunden sind, Veranstaltungen laufen und die verschiedenen Bereiche des CJD miteinander kommunizieren, steckt häufig das KUZ dahinter. „Wir sind ein bisschen die Stelle, an der viele Fäden zusammenlaufen“, sagt Nadja Brockmeyer. „Unser Ziel ist, dass die Teilnehmenden ihren Weg im CJD gut gehen können und dass alle, die sie dabei unterstützen, gut zusammenarbeiten. Dafür müssen wir den Gesamtüberblick haben.“