Auftakt für mehr Inklusion und Chancengerechtigkeit in der Kinder- und Jugendhilfe
Im Rahmen einer dreitägigen Veranstaltung startete das CJD Homburg gemeinsam mit Mitarbeitenden und Teilnehmenden aus dem Fachbereich Kinder-, Jugend- und Familienhilfe in das Projekt „CheckUp – Audit Diskriminierungskritische Kinder- und Jugendhilfe“. Die Initiative wurde von der Angebotsleiterin Susanne Drexel angestoßen und von den Referentinnen Jamie-Lee Oster und Katrin Dubiel vom Institut für Technologietransfer (Fitt gGmbH) an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes durchgeführt.
Auszubildende: „Ich finde den Austausch untereinander großartig und auf Augenhöhe“
Die Veranstaltung bildete den Auftakt eines umfassenden Entwicklungsprozesses. Ziel ist es zunächst, fachliches Basiswissen zu vermitteln und anschließend gemeinsam Schwerpunktthemen für die angestrebte Zertifizierung zu erarbeiten „Ich finde den Austausch untereinander großartig und auf Augenhöhe. Ich habe hier sehr viel über Diskriminierung lernen können“, berichtet Marja Schmittler, Auszubildende im E-Commerce im zweiten Lehrjahr.
Innovativer Ansatz zur Qualitätssicherung
Hinter dem Projekt „CheckUp“ steht ein innovativer Ansatz zur Qualitätssicherung in der Kinder- und Jugendhilfe. Einrichtungen und Träger erhalten die Möglichkeit, ihre Strukturen und Arbeitsweisen kritisch auf mögliche Diskriminierungen zu überprüfen. Im Mittelpunkt stehen Inklusion, Fairness sowie die nachhaltige Verankerung diskriminierungskritischer Standards im pädagogischen Alltag. „Ich finde es toll, wie hier junge Menschen gehört und unter anderem spezielle, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Verbesserungsvorschläge erarbeitet werden, immer unter dem partizipativen Aspekt“, sagt Giuliane Schneider, Gruppenleitung KJFH. Als Qualitätsaudit für soziale Einrichtungen unterstützt „CheckUp“ Teams und Fachkräfte dabei, unbewusste Vorurteile sowie mögliche Benachteiligungen frühzeitig zu erkennen und abzubauen. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zu mehr Inklusion, Teilhabe und Chancengleichheit für Kinder und Jugendliche.
Zukunftsweisendes Vorhaben: CJD Homburg als dritter Träger im Saarland
Das CJD Homburg beteiligt sich als dritter Träger im Saarland aktiv an diesem zukunftsweisenden Vorhaben und setzt damit ein deutliches Zeichen für eine offene, wertschätzende und gerechte Kinder- und Jugendhilfe. Wissenschaftlich und konzeptionell wird das Projekt durch die FITT gGmbH begleitet und koordiniert. „Das CJD als Träger hat sich bereits sehr gut auf den Weg gemacht, sich mit den Themen Diskriminierung, Inklusion und Vielfalt intensiv auseinanderzusetzen und in die tägliche Arbeit mit jungen Menschen zu integrieren. In den drei Tagen konnten spannende Impulse aus den unterschiedlichen Perspektiven erarbeitet werden, und das gemeinsame Arbeiten auf Augenhöhe mit allen Beteiligten war äußerst bereichernd“, resümiert Jamie-Lee Oster, Referentin des FITT.